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protectora desde arribaBurgos - 
Ich will da mal weg...

ist man geneigt, in Abwandlung an den Titel eines Buches zu sagen. Ein Buch, das auch von diesem Ort in Spanien handelt. Ein Buch, das vom Jacobsweg erzählt. An dessen Verlauf Burgos liegt. Ein Buch, das aber auch über einen armen Hund berichtet, den der Protagonist am Wegesrand findet. Und den er im Tierheim abgibt. Lobenswerterweise. Vielleicht in Rosas Tierheim.

Wie kamen wir zum Tierheim in Burgos? Oder kam es vielleicht zu uns?

Frisch nach Neunkirchen umgezogen hatten wir plötzlich eine Stunde mehr Zeit am Tag. Schließlich war der Weg zu unserer Firma nun nicht mehr mit einer halbstündigen Fahrt verbunden. Was macht man also mit einer Stunde mehr Zeit täglich? Wenn man schon vier Hunde, elf Katzen, drei Halsbandleguane und zahlreiche Fische hat?

Tierschutz ist doch eine prima Idee, dachten wir uns. Pflegestelle für arme Seelen, die ansonsten in südeuropäischen Tierheimen „vergammeln“ oder – je nach Land – nach gewisser Zeit einfach getötet werden.

Nun gibt es sehr viele Organisationen, die sich in diesem Bereich betätigen. Also machten wir uns auf die Suche. Und fanden Hundeherzen e.V. Dieser Verein machte damals den besten Eindruck auf uns. Es hat sich seither vieles geändert bei Hundeherzen, zwischenzeitlich zum Schlechten, weswegen wir unsere Zusammenarbeit mit diesem Verein eingestellt haben. Und nun andere Partner haben. Aber das ist eine andere Geschichte.

Geblieben ist das Tierheim in Burgos, mit dem Hundeherzen damals eine enge Zusammenarbeit hatte.

In den vergangenen, nun bereits fast zwei Jahren hatten wir viele Hunde aus Burgos zur Pflege. Nicht zuletzt unseren Oso, bei dem wir ein vorbildliches Pflegestellenversagen an den Tag gelegt haben. 

burgos osoDafür, dass Rosa Oso damals aus der Tötung gerettet hat, sind wir ihr sehr dankbar. Wir haben damals begonnen, Rosa immer wieder Fotos zu schicken von Oso, weil wir dachten, dass es sie interessiert, was aus ihm geworden ist. Unnötig, aber dennoch an dieser Stelle wichtig zu erwähnen: Es interessierte sie. Wie man auch am gezeigten Plakat sieht.

Wie es natürlich alle Tierschützer in Südeuropa interessiert, was auch ihren einstigen Pfleglingen wird. Berichtet also immer von Euren Erlebnissen mit Euren neuen Familienmitgliedern. Das spendet den Tierschützern in Südeuropa unglaublich viel Karft. Aber auch das ist eine andere Geschichte.

In jedem Fall sind wir durch diesen Kotakt zu Rosa etwas enger in Verbindung zu ihr gekommen - und wir erfuhren auf dieser persönlichen Ebene mehr von ihren Sorgen und Nöten. Und so ist uns Rosa und ihr Tierheim ans Herz gewachsen. Ans Herz gewachsen wie all die Hunde, die wir aus Burgos und den anderen Tierheimen zur Pflege bei uns hatten. Und wie unsere Frida, die vormals Africa hieß. Und von der uns Rosa ein Bild schickte. Mit der Anmerkung, dass Africa doch sicher eine gute Gefährtin für unseren Oso sein könne. Weshalb wir sie nach Deutschland holten. mit dem "guten" Vorsatz, für sie eine Familie zu suchen. Die wir auch fanden. In uns. Rosa sei Dank. 

Natürlich - und leider - gibt es noch 1000 andere Tierheime und Organisationen, denen zu helfen es wert und wichtig wäre. Wir aber haben uns entschieden, Rosa zu helfen. Besser gesagt, Rosas Katzen. Denn unsere Katzenbande empfand es als ungerecht, dass wir immer wieder Hunden nach Deutschland verholfen, ihre traurigen Kollegen aber in Spanien sitzen lassen. Schließlich hat Rosa für ihre Hunde schon mehrer Organisationen als Partner. Bei den Katzen sieht es da schlechter aus.

Hunde zählen in Spanien schon sehr wenig. Katzen zählen nichts.  Daher werden, wie in vielen anderen Orten dieses vereinten Europas, immer wieder Katzen gefunden, abgegeben, etc. Die finanzielle Situation in Burgos ist sehr schlecht. Hier eine Übersetzung einer Nachricht, die uns im Februar diesen Jahres von Rosa erreichte:

 

HALLO ZUSAMMEN,

ICH HABE KEINE GUTEN NACHRICHTEN AUS BURGOS.

ROSA SCHREIBT :

WIR HABE DIE ARBEITER AUS DEM TIERHEIM ENTLASSEN UM GELD ZU SPAREN.

WIR HABEN EINEN RIESEN SCHULDEN BERG, ES IST UNS NICHT MÖGLICH,

DIE HUNDE WIE PRIVAT PERSONEN, ZU HALTEN UND PFLEGEN.

DIE HÜFT OP VON DER KATZE BLANCA HAT 500 EURO GEKOSTET.

ROBIN WURDE 2 X OPERIERT DAS HAT UNS 1000 EURO GEKOSTET.

DIE WELPEN DIE GESTORBEN SIND:
marcos, noel, vero, tata, gita: 2200 EURO

ALSO FAST 4000 EURO PLUS NOCH 4000 LOHNSCHULDEN UND NOCH 2700

EUROS AN FUTTER.

ES SIND VIELE WELPEN GESTORBEN, VIELE KRANKE UND ALTE HUNDE UND WIR HABEN SCHON LANGE NICHT MEHR SO SCHWARZ GESEHEN"

 

Man ahnt, dass alleine schon aus diesen desaströsen finanziellen Umständen heraus nicht all das möglich ist, was wünschenswert wäre.

So werden die Katzen nur wenn finanziell möglich vor Ort kastriert. Zunächst aber werden die Kater kastriert. Ganz einfach deshalb, weil das günstiger ist. Und weil man natürlich ansonsten des Problems gar nicht Herr werden würde. Die meisten Katzen sitzen alleine in kleinen Käfigen. Wenn mehrere zusammen sitzen z.B. bei jungen Geschwistern, werden auch meist erst bzw. nur die Kater kastriert. Die bekannten Kastrationsaktionen freiwilliger Tierärzte gibt es vor Ort nicht. Zumindest sucht Rosa händeringend nach solchen Tierärzten. Spanische Tierärzte finden sich so gut wie nicht. Wahrscheinlich - bitte entschuldigt die Polemik - verdient man in den Tötungsstationen genug oder mehr. Tierärzte aus dem Ausland interessieren sich nicht wirklich für Burgos. Vielleicht, weil es keine Urlaubsregion ist. Mallorca oder die Kanaren scheinen da interessanter zu sein. Vielleicht aber auch, weil sie einfach nichts von Rosas Not wissen.

Rosa nimmt alle Katzen in Not auf. Wer ihr das vorwerfen möchte, der möge dies tun. Wir schließen uns nicht an. Wir wollen helfen. Und das tut man am Besten, indem man die Katzen nach Deutschland holt. Vermittlungen in Spanien sind eine Seltenheit.

Bislang tun wir dies privat, d.h. ohne Unterstützung einer Tierschutzorganisation. Gott sei Dank aber mit Unterstützung des Katzennetzwerkes. Und mit der Unterstützung von Menschen, die sich als Pflegestellen zur Verfügung stellen. Und dann ihrerseits die Verpflegung der Miezen aus eigener Tasche finanzieren. Alle anderen Kosten tragen wir. Dies sind unter anderem:

  • Die Kosten, die die ärztliche Versorgung (impfen, chippen etc.) der Katzen in Burgos verursacht. Schließlich sollen die Katzen gesund und so munter in Deutschland ankommen, wie es unter diesen Umständen möglich ist. 
  • Die Transportkosten, um die Katzen nach Deutschland zu bringen. Die Katzen "reisen" in einem vollklimatiiserten Autotransporter. Natürlich räumlich von ihren vierbeinigen Kollegen Wauzies getrennt. Aber dennoch 15 bis 18 Stunden lang. Nicht stressfrei, wie man sich vorstellen kann. Aber dennoch so "schonend" wie eben möglich.
  • Eventuell anfallende Tierarztkosten hier in Deutschland. Nicht alles wird vor Ort in Spanien erkannt und behandelt. Manches bringt vielleicht der Stress der Reise mit sich. Manches ist uns auch vor Reiseantrit der Katze bekannt, aber es ist einfach besser behandelbar und heilbar, wenn die Katze erst in Deutschland ist.

Jedem , der ein wenig mit der Materie vertraut ist, ist klar, dass die Aufwandsentschädigungen, die wir bei der Vermittlung der Katzen möchten, all diese Kosten nicht deckt. Überhaupt nicht deckt. Aber das ist auch nicht unsere Motivation.

Und es ist sicherlich auch nicht die Deine. Sonst würdest Du diesen Text gar nicht gelesen haben. Vielleicht hat er Dich ein wenig inspiriert - zur Mithilfe. Sie wird dringend benötigt.

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